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Datenschutzgrundverordnung: Endet die Ära der Social Media Plugins?

Kaum eine Webseite kommt ohne Social Plugins von Facebook, Twitter & Co. aus. Webseitenbetreiber erhoffen sich durch den Einsatz der kleinen „Helferlein“, dass User ihre Inhalte „liken“ und „sharen“ und sie so mehr Traffic auf ihren Seiten verbuchen können. Datenschützern sind Social Plugins jedoch schon seit langem ein Dorn im Auge. Der Grund: Sie sammeln - vom Webseitennutzer unbemerkt - personenbezogene Daten und können so detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellen. Schiebt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Nutzung von Social Plugins nun einen Datenschutz-Riegel vor?

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maeva@posteo.net

Beitrag von Frank
21.05.2018, 19:43 Uhr

Die Beschreibung der "Shariff-Lösung" ist irreführend, da sie in Wirklichkeit nur die Teilen-Plugins der diversen Sozialen Netzwerke ersetzen kann. Social Plugins wie Facebooks "Gefällt mir"-Button, Like-Box oder Facebook Kommentare (https://developers.facebook.com/docs/plugins/comments/) stehen damit nicht zur Verfügung. Es wäre schön wenn Sie diese Plugins zusätzlich im Kontext der DSGVO bewerten könnten. 

DS-Erklärung bei Verlinkung?

Beitrag von Volker
03.05.2018, 11:39 Uhr

Wenn man Facebook & Co. per einfachen Link einbindet, muss man dann trotzdem entsprechende Absätze in der Datenschutzerklärung schreiben, dass bei Klick Daten an FB & Co. weitergeleitet werden? Ich meine, ist ja im Prinzip nur ein einfacher Link, und man muss ja sonst auch nicht informieren, welche Daten abgegriffen werden, wenn ein User irgend einen Link auf der eigenen Webseite anklickt..? Oder liege ich da falsch?

@M. A.

Beitrag von M. A. II
23.04.2018, 05:43 Uhr

Solange keine Scripte, Frames oder Bilder direkt von Facebook eingebunden werden sollte es kein Problem mit einfachen Links geben

M.A.

Beitrag von Katrin S.
27.03.2018, 08:38 Uhr

Betrifft dies auch die Einbindung eines "einfachen" Facebook-Buttons, der die Facebook-Seite eines Unternehmens verlinkt oder lediglich Plugins, die Aktionen wie "sharen" und "liken" ermöglichen?

Datenschutz und die Suche nach Konsens in einer digitalen Welt

Beitrag von Helmut Karas
11.08.2017, 17:12 Uhr

Eine gute Übersicht, danke. Als 2004 Facebook durchstartete, wurde allen gezeigt, wie Social Networks die Bedürfnisse der Menschen nach Vernetzung, Kommentierung, dem Teilen und nach Aufmerksamkeit abdecken.

Auf der anderen Seite sind die Fälle von Menschen, die ihr Grundrecht auf Datenschutz einfordern in den frühindustrialisierten Nationen mit ihrem Lebensstandard und den im Großen Und Ganzen funktionierenden Demokratien im Promillebereich.

In Wirklichkeit ist die DSGVO der erste Wurf in der Reihe von Grundfragen der digitalen Welt. Was bedeutet Identität? Wem gehören digitale Daten? Wie kann EigentümerIn die Rechte durchsetzen.

Man darf gespannt sein, was der Mai 2018 auf der Rechtssprechungsseite auslösen wird.

Trotz aller Wichtigkeit ist das Thema einem anderen Thema untergeordnet: Der digitalen Kompetenz. Denn nur wer versteht, was in der digitalen Welt passiert, kann rechtliche Teilhabe leben. Und hier ist der Handlungsbedarf gravierend. Mit der Digitalisierung und ihrer Wirkung auf dem Arbeitsmarkt werden die Steuersysteme unter großen Druck geraten. Denn Arbeit wird sehr schnell sehr billig werden. Das bedeutet viele Arbeitslose, bedeutet Einbruch der Konsumsteuern. Gewinnsteuern werden nur in jenen Ländern eingenommen, in denen die digitalen Dienste produziert werden. Wie vor vielen Jahren die Abwanderung bei Textilberufen nach Asien, wird in Kürze die digitale Dienstleistung aus Europa dramatisch abwandern.

Ohne digitale Kompetenz keine Teilhabe an digitaler Weltwirtschaft in einem Maß, das die Volkswirtschaft benötigt. Man darf gespannt sein, wie dieses Thema "Digitale Kompetenz" sich auch zum Wohle des Datenschutzes in der EU entwickelt.

Beste Grüße Helmut Karas, Coach für Digitalisierung

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